4 Ohren-Modell

1.Sachohr

 Hört nur die Information und beurteilt alles sachlich.
 Klar in seinen Urteilen, stabil und entscheidungsfreudig (Manager, traditionelles Männerbild).
 Aber: uninteressiert an seinen eigenen Gefühlen und den Gefühlen anderer, unfähig Beziehungsbotschaften wahrzunehmen.


2.Beziehungsohr

Sensible Menschen, können auf Bedürfnisse anderer eingehen und spüren  Probleme oft eher, als sie der Betroffene selber merkt (traditionelles   Frauenbild).
Aber: unstabil (Gefühle sind nie neutral, sondern immer positiv  oder negativ ("Jojo"). Beziehungslauer: eine negative Erwartungshaltung  führt dazu, dass alles, was der andere sagt, negativ interpretiert wird  ("self fulfilling prophecy" – Gegenmittel: "Think positive"!)


3.Selbstdarstellungsohr (Selbstkundgabe)

Robuster, selbstsicherer Mensch, weil er von seinen eigenen Bedürfnissen  ausgeht. Im Idealfall kann er auch gut einschätzen, was andere über  sich selbst sagen. 

Aber: Gefahr des Egoismus und der Rücksichtslosigkeit  ("Ellenbogengesellschaft") Diagnostisches Ohr: Man beurteilt immer den  anderen (wie ein Psychologe), ohne Rücksicht darauf, was dieser von  seiner Warte aus sagen möchte.


4.Appellohr

Sie haben ein gutes Ohr für die  Wünsche und Bedürfnisse ihrer Umgebung.  Solche Leute sind meist beliebt  (aber nicht respektiert!) (dieser Typ  findet sich häufig in sozialen  Berufen – Krankenschwester,  Sozialarbeiter, Sekretärin).
 Aber: wenig  robust in der Durchsetzung ihrer eigenen Interessen –  wird daher häufig  mit den Sorgen der anderen zugemüllt und brennen aus   ("Burn-Out-Syndrom").

Findest du dich wieder?

 “Wir hören immer auf allen vier Ohren!! die Emotion und die Beziehung zu  unserem Gesprächspartner beeinflussen jedoch auf welchem Ohr wir intensiver hören und werten“.